Weltbürger (Laura Buchholz)

Die Figuren sind nicht von ihrer Herkunft oder Ethnizität geprägt. Sie haben schon ein Heimat: Mick in Berlin, Idris in Dakar, Gabriels Familie in London, aber daneben sind sie auch Kinder der Zeit der Globalisierung, sie sind Weltbürger. Sie sprechen flüssig mehrere Sprachen, haben längere Zeiten in einem anderen Land gewohnt, machen regelmäßig im Ausland Urlaub, und ihre Verwandte sind über die ganze Welt verstreut. Der Blickwinkel des Buches ist der der oberen Mittelschicht, für die alles dieses möglich ist.

Flughafen. Das Photo: Free-Photos aus Pixabay

In diesem Sinn passt ein Flughafen als Szene des Epilogs perfekt. Er ist ein neutraler Ort, ein passendes Symbol für diese Zeit der Globalisierung und Multikulturalismus. Gleichzeitig ist ein Wiedersehen im Flughafen auch ein typischer Topos, fast ein Klischee, und so fern wieder ein Beispiel für die Vorliebe der Autorin für Stereotypen.

Laura B.

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