Idris, der Vater (Laura Buchholz)

Der Vater, Idris, kam aus Senegal nach DDR in den 60er als ein Gaststudent. Er studierte Medizin in Leipzig und Berlin. Als er zurück nach Afrika kehrte, hinterließ er in Deutschland zwei Söhne, Mick und Gabriel, von zwei verschieden deutschen Frauen, einen in Berlin und einen in Leipzig. In Dakar hat er seine Familie: eine Frau, Odette, und zwei Töchter, Fatou und Bijou. Er sieht die Zeiten in Ost-Deutschland als die schönsten seines Lebens.

Seine Gedanken über seine Herkunft und deren Bedeutung für sein Leben, sieht man gut in einer Passage am Ende des Buchs, wo sein Leben nach sein Rückkehr nach Afrika kurz behandelt wird. Vom Stamm her ist er Fula. “Ein nicht unerheblicher Grund, der für sein Schwiegersohn gesprochen hatte, war der, dass Lamine auch ein Fula war. Alles hatte so gut gepasst. Obwohl Idris geglaubt hatte, er hätte diese Denkart hinter sich gelassen. Er hatte zwei Kinder mit Frauen in Deutschland gezeugt, wollte leben wie ein sorgloser weißer Hippie, hatte geglaubt, dass seine Generation die Welt verändern würde, dass sie kurz davor stünden, dass Herkunft kein Rolle mehr spielt, und dann, Jahrzehnte später, war er es gewesen, der eine Flasche Champagner aufmachte, weil der Junge, den seine Tochter aus Nordamerika mitbrachte, nicht nur Afrikaner, nicht nur Westafrikaner, sondern ein Fula war. Was hatte das zu bedeuten? Dass sich mit zunehmendem Alter der Gesichtskreis verengt? Dass wir am Ende des Lebens nach Hause wollen?” (S. 424-425)

Laura B.

Gabriel (Laura Buchholz)

Den zweiten Bruder, Gabriel, treffen wir am Moment, wo sein Leben in eine Krise gelandet. Er hat seine Selbstbeherrschung verloren, und irgendetwas ganz ungewöhnliches gemacht, was ihm große Probleme bereitet. Das passiert in den 2010’ern, als er schon ein erfolgreicher Architekt und Dozent an einer Universität in London geworden ist. Hier kannst du den Anfang seines Teiles hören:

In Gabriels Hälfte des Buchs wechselt der Sichtpunkt zwischen ihm und seiner Frau, Fleur. Sie kehren in ihren in der ich-Form geschriebenen Passagen in den wichtigen Momenten Gabriels, und auch Fleurs, Leben zurück. Sie sind so lang geheiratet, dass sie fast wie eine Person sind, aber doch nicht.

Die Mutter Gabriels ist schon früh gestorben und Gabriel wurde von seinem Großvater erzogen. Wir lesen von Sybil, Gabriels erste Freundin, wie Gabriel und Fleur einander kennengelernt und geheiratet haben und wie sie einen Sohn bekommen haben. Hier haben wir die dritte Generation – der Sohn, Albert, der seinen Vater sehr selten sieht, Musiker werden will, und mit seinen Freunden Streichen macht, weshalb er erst auf ein zweisprachiges Internat in Frankreich geschickt und später auch von der Schule suspendiert wird.

Laura B.

Mick (Laura Buchholz)

Das Buch fängt mit der Geschichte von Mick an, dem Mitreisenden, wie die Autorin ihn beschildert. Mick wurde in Ost-Berlin geboren, aber zog sich als Schüler mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in West-Berlin um. Die Geschichte fängt an diesem Punkt an, in der 80ern. Den Leser wird seine Verwunderung vor den westlichen Lebensstil geschildert. Im Osten war er Leistungssportler gewesen aber im Westen gibt es zu viele Leckeres Essen und er wird dick. Es passt ihm aber nicht, und er fängt an, Sport zu treiben. Er will gut aussehen, um Mädchen zu gefallen. Nach dem Mauerfall fangen die 90er Jahren mit den Clubs, vielfältigen Nachtleben und auch Drogen. Mick will nicht studieren, aber er hat nur wenig Arbeit. Ein Amerikanischer Freund Desmond, gibt ihn manchmal Arbeit in seinen Geschäften und lud ihn zu einer Reise, um Drogen zu schmuggeln. Auch Delia, Micks Freundin kommt mit. Die Reise endet in Katastrophe, aber Delia und Mick kommen daraus ohne Schaden.

Später wird Delia Anwältin und Mick arbeitet weiter in Clubs und im Musikbusiness. Sie ziehen sich zusammen, in Pankow, in Ost-Berlin gegen Micks Wünsche. Jahrelang leben die Zwei zusammen, auch wenn Mick ständig auch andere Frauen hat. Kurz vor der Jahrtausendwende passiert ein Unglück, das Mick den Gehör schadet und ihn aus Gleichgewicht bringt. Gleichzeitig kommt seine lange Beziehung mit Delia zum Ende, seine Geschäfte gehen schief und sein bester Freund bricht die Freundschaft ab. In Thailand findet Mick aber einen neuen Kurs für sein Leben.

Das großte Problemm bei der Beziehung zu Delia sind nicht die anderen Frauen sondern, dass Mick keine Kinder haben will und hat sich sogar sterilisieren lassen, ohne es Delia zu sagen. Später stellt es sich heraus, dass Mick trotz allem ein Kind hat. Während des missgelungenen Drogenschmuggelgeschäftes hatte er ein One-Night-Stand mit einer Frau in London, und hat von ihr eine Tochter, Tara.

Laura B.