Die Milieutheorie in dem Roman

 

Die Milieutheorie besagt, dass Menschen von ihrer Umwelt und ihren sozialen Verhältnissen bestimmt sind und dass dies nicht zu entkommen ist. So sind ihre Taten auch logische Folgen ihrer Umwelt. Thomae beschäftigt sich in ihren Roman stark mit dieser Theorie. Fleurs Freundin stellt fest: „Blut ist ganzsicher nicht dicker als Wasser.“ Diese Aussage wird durch die verschiedenen Handlungssträngen von den Brüdern öfters belegt. Obwohl die beiden in der DDR auf die Welt kommen, und eine Hautfarbe erben, die in den 70er Jahren Fragen nach ihrer Herkunft mit sich bringt, gehen sie auf völlig verschiedene Wege und „Taten“. Dies liegt daran, dass sie trotzdem aus völlig verschieden Familien kommen.

 

Thomae gelingt es mit den komplexen Figuren und den zwei Großstädten Berlin und London den Zeitgeist, indem sich die Handlungen befinden, gut abzubilden.  Im Roman folgen wir den Protagonisten von der DDR in Deutschland bis zur Brexit-Krise in London. Dazwischen hat sich vieles in Europa verändert und durch die Entwicklung der verschiedenen Figuren sehen wir, wie sich die Umwelt auf die Figuren auswirkt. Die Autorin spiegelt so auch echte Schicksale und Gefühle aus dem historischen Kontext durch die fiktiven Personen wider. Die Freude aber auch Unsicherheit, die der Mauerfall bringt, Kinder mit Eltern, die noch von der Nachkriegszeit traumatisiert sind und die Schwierigkeit seinen Platz in der Welt zu finden, die plötzlich so offen ist.

Lotta

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